Wellness und ein ausgeglichener Körper werden groß geschrieben in China. Das durfte ich auch gestern wieder bei meinem 2 stündigen Frisörbesuch für sage und schreibe 4,00 €uro erfahren.
Ich wurde mal wieder von vorne bis hinten umsorgt – Kopfmassage, Rückenmassage, Kopfmassage, Armmassage, Kopfmassage, usw. Am besten ist, wenn man als Westler unangemeldet kommt und zu einem ganz bestimmten Frisör will – das mach ich jetzt immer so. Da James noch 3 Kunden hatte, wurde mein Wellnessprogramm einfach mal ausgeweitet: 1,5 Stunden Massage statt einer halben Stunde. Hier ist der Kunde noch König…
Ein bisschen befremdlich ist allerdings, wie hier die Haare gewaschen werden und was sonst noch so zum Programm gehört. Zunächst das Haare Waschen: Man nehme eine Halbe Flasche Shampoo in die Hand und fängt am Hinterkopf an dies in die trockenen Haare einzumassieren. Dazu kommt ein kleines Fläschchen Wasser, welches immer wieder ein bisschen Flüssigkeit dazugibt. Mit der Zeit bildet sich dann ein riesiger Schaumkopf – man sitzt nach wie vor auf dem Stuhl. Naja…ander Länder und so weiter…
Am seltsamsten ist allerdings der Fakt, dass hier standardmäßig zu einer neuen Frisur auch die grundliche Reinigung der Ohren zählt – eine Aufgabe die ich sonst vorziehe allein zu machen. Naja…man gewöhnt sich auch daran, dass eine junge Dame einem gefühlte zehn Minuten Wattebäuschchen durch die Ohren zieht. Vielleicht werde ich es sogar vermissen in der Zukunft…wer weiß.
Sonst gibt’s nix Neues im Reich der Mitte.
DOCH: Ich habe wieder mal eine dieser Wochen ohne Arbeit – daher jetzt auch mal wieder ein Blogeintrag. Gestern hat sich mir allerdings auch der Grund für meine Arbeitslosigkeit eröffnet. Ich habe es ja schon länger aus den Reaktionen der Kollegen vermutet, aber nun scheint es bestätigt: Es gibt nicht zu wenig Arbeit, eher zu viel, aber die Kollegen machen es lieber allein, da sie befürchten ich könnte es besser machen und ihren Job gefährden. Ich weiß nicht ob ich frustriert sein soll, mich damit abfinde, weil ich „nur Prakti“ bin oder was auch immer…
Ich lese weiter Spiegel.de…