Die Zeit vergeht wie im Flug – inzwischen sind es auf den Tag genau nur noch zwei Monate in México. Es ist tatsächlich schon Mitte Oktober, das Bergfest deutlich vorbei, in Deutschland Regen und Herbst, in México immernoch Sommer.
Das Wochenende war relativ ruhig – nachdem wir ja an meinem Geburtstag gebührend feiern waren. Daher stand am Freitag nur ein klein wenig „Bar-Hopping“ mit den anderen Tauschies, am Samstag das Fussballspiel und ein bisschen Hausparty und am Sonntag Entspannung mit Nora im Park an. Alles ganz langsam also …
Viel ist daher auch nicht passiert – gut México fährt zur WM, Deutschland auch, es gibt auch schöne Ecken in D.F. (Bosque de Chapultepec) und man kann auch ein ganzes Wochenende gar nicht arbeiten. Dafür dann aber Montagsmorgens um 7.30 Uhr schlecht gelaunt aufstehen.
Ansonsten bin ich weiter am Planen meiner Zukunft. Inzwischen zeichnen sich erste Favoriten ab:
- WHU: Trotz allem…. Teuer und ich hab mir eigentlich geschworen es nicht zu machen, aber das Programm ist mal gar nicht so schlecht.
- Kopenhagen Business School: Hört sich vom Programm ganz gut an, ist näher an zu Haus als Vallendar, alles auf Englisch und im FT-Ranking sind sie auch.
- Stockholm School of Economics: Wenn da nur nicht der GMAT bis Januar wär…arghs
- Uni St. Gallen: Bisher fast das ansprechendste Gesamtprogramm. Und Schweiz. Naja…
- Uni Köln: Die sind im FT-Ranking, Köln ist cool, weiß nicht…
- Oder halt Bergen/Oslo: Das ist auch weit weg…und kalt. Aber gut. Hm.
Man sieht Skandinavien ist relativ stark vertreten in meiner Vorauswahl. Reizt mich irgendwie. Und die haben sehr gute Bildung für umme.
Oder doch arbeiten…hach…me don’t know. Alles nicht soooo einfach. Was meint ihr?
Nachdem ich mich jetzt ausgeschlafen habe, komme ich dazu, das letzte Wochenende zusammenzufassen und auch an dieser Stelle gebührend zum Besten zu geben.
Die schlaflose Reise begann Freitag früh um 4.00 Uhr in Mexico City mit der Suche nach einem Taxi, das uns möglichst sicher und günstig zum Frühbus an das Central Sur bringt. Kein einfaches Unterfangen, aber mit der inzwischen gesammelten Taxi-Verhandlungs-Erfahrung am Ende kein Problem. Zwischen Großtstadt-Dreck und Traumstrand lagen nur noch 5 Stunden Busfahrt…
Am anderen Ende der Busfahrt sollte Acapulco und die Pazifikküste auf uns warten. Genug Grund für mich – nach über 13 Monaten Strandabstinenz – das frühe Aufstehen und den wenigen Schlaf zu wagen. Kaum angekommen, fanden wir uns auch schnell im Taxi wieder – auf dem Weg zu unserem aus dem Lonely Planet gesuchten Hostel K3 – Zitat unseres Taxifahrers: „Ahh…ihr schlaft also im K-TRIPPER!“. Berauschende Aussichten, aber es sollte ja nur zum Übernachten und Duschen ausreichen.
Alles was wir nach Bezug unserer Gefängniszelle (2 x 2 Meter, 4 Stockbetten) noch wollten, war Strand, Strand, Strand. 50 Meter laufen und genau der wartete auf uns. Den Tag haben wir mit Frisbee, Baden, Wellen, Schlafen und Sonnen verbracht. 35°C Luft- und 28°C Wassertemperatur kamen da gerade richtig.
Das absolute Highlight war aber, dass in Acapulco gerade Nebensaison ist. Das von allen angekündigte Menschentreiben am Strand und der viele Müll blieb daher völlig aus – und ganz nebenbei waren die Preise ein Traum.
Nach abendlichem Feiern und kurzem Schlaf sind wir dann wieder aufgebrochen. Diesmal auf eine kleine Insel vor Acapulco mit einer einsamen Bucht, aber leider zu vielen Felsen und hohen Wellen zum Baden – gelandet sind wir also am Touristrand. War aber auch wieder sehr entspannt – viel passiert ist natürlich nicht .
Der Abend wurde mit Poker begonnen und nach ruhigem Anfang endete es wild: Open Bar, Wet T-Shirt-Contest und Schaumparty – absolute Ballermann Stimmung und wir mal wieder die einzigen Blondies im Club.
Der letzte Tag sollte dann ein wenig außerhalb von Aca und den Touristenburgen begangen werden – wir machten uns auf den Weg nach Cuesta de Pie, ein kleines Dörfchen an der Atlantikküste ohne schützende Bucht. Hier warteten neben beeindruckenden hohen Wellen vor allem Einsamkeit, zwei alte Leutchen mit Essen und Getränken, 4 Hängematten und ein unendlicher Strand auf uns. Der Tag war einfach nur superentspannt mit gutem handgemachtem Essen, Sonnenbädern und vielen Konversationen mit unserer neuen argentinischen Bekannten. Abgeschlossen wurde der Tag dann durch ein Revival: Nach 3 Jahren absoluter und strikter Abstinenz, habe ich wieder einen Pferderücken bestiegen. Gott sei Dank war der Gaul so veritten, dass kein zu starker Erinnerungsschmerz aufkam. Schmerzen hatte ich nur danach: Meine ganzen schönen Reitmuskeln scheinen einfach gar nicht mehr zu existieren. Naja…irgendwann fang ich mal wieder richtig an.
Das wars auch schon: Ich bin mal wieder zu spät – Sorry Sven – und muss nun schnell unter die Dusche hüpfen und auf zum Casen.
…kein Wunder, ich hab ja auch schon eine halbe Ewigkeit nix mehr geschrieben. Es erreichen mich dramatische Emails – „Warum schreibst du nicht mehr?!“ – es werden Vermutungen angestellt – „Starbucks hat ne Störung mit dem Hot Spot oder ist abgebrannt.“
Ich wusste nicht, dass meine Einträge inzwischen sehnsüchtig erwartet werden – aber umso besser. Welcher Schreiber schreibt schon gerne ohne Leser. Zu aller Beruhigung: Ich war einfach nur beschäftigt und danach mal kurz im Urlaub.
Nachdem wir uns in der letzten Woche direkt nach dem Abbruch meines Krankheitsbefindens erstmal an die Planung der noch vorhandenen Wochenenden gemacht haben – es sind tatsächlich nur noch 6, an denen wir etwas machen können – haben wir uns einfach mal direkt am Samstag Morgen auf den Weg gemacht.
Alle Deutschmannen in den Bus und ab in den Süden von Mexico City. Erste Station war Taxco, ein kleines, altes Silberstädtchen ca. 3,5 Stunden Busfahrt von Mexico City entfernt. Neben zahlreichen kleinen Ständen für Silberschmuck oder leckere Tacos (Ja, ich tue es wieder – es lebe das Streetfood!) haben wir hier liebvolle kleine Häuschen und die grandiose Aussicht an der Christusstatue genossen. Abschließend durften wir dann am Zocalo (= Marktplatz, hat jede Stadt in Mexico) ein ausgiebiges Mahl in der Sonne auf der Dachterasse einnehmen.
Danach ging es dann weiter in den ca. 30 km entfernten Nationalpark – natürlich wieder auf Bergstraßen im Reisebus. Gut dass es hier keinen TÜV gibt, denn der hätte viel zu viel mit Mahnung, Warnungen, Verboten usw. zu tun. Ehrlich gesagt hab ich mir es aber vorher noch schlimmer vorgestellt. Eigentlich ganz ok dieser ÖPNV Mexicos.
Im Nationalpark wartete neben noch mehr grün – wir waren alle überrascht, war doch Mexico vorher immer die Steppe mit dem Kaktus – ein beeindruckendes Naturerlebnis. Zitat Sven: „Wenn ich in irgendso einem komischen Kommittee wäre, würd ich das sofort zum Weltnaturerbe ernennen!“
Ich spreche von den „Grutas“ – eine Höhle, die vor 85 Millionen Jahren mal einen unterirdischen Fluss beherbergt hat. Ich war vorher erst zweimal in einer Höhle:
1. Türkei: Beidruckender unterirdischer See, aber das wars dann auch – ich glaub ich war 8 Jahre alt oder so.
2. Harz: 50 cm Stalagmiten und Stalaktiten und alle so „Yeaah“
Gut, dass sollte nun getoppt werden. Kurz die Kerninformationen: Einzelne Überfahrt in ca. 100 m Höhe an einem Drahtseil hängend (Klettergurt, Helm, das wars), 2 km Marsch in den Berg (Gesamtlänge vermutet man bei 12 km), Massives Gestein über der Höhle 350 m, höchste Halle mit einer Deckenhöhe von 81 m, höchster Stalagmit („Champagnerflasche) 32 m.
Soviel dann zum Thema „Und alle so: Yeeeah!“. Ich schließe mich Sven’s Meinung an und könnte im Kommitee durchaus auch für’s Weltnaturerbe stimmen. Wenn das schon so beeindruckend war, wie sollen dann die Must Sees aus dem „Lonely Planet“ werden?! Hier noch ein Blick auf „unser Drahtseil“…
Nachdem wir uns noch einmal mit einigen Tacos gestärkt haben ging es im Taxi wieder zurück zur Bushalte um den nächsten Reisebus zu nehmen – leider gab es nach Cuernavaca nur „Futura“ Reisebusse. Das ist die Gesellschaft, bei der der Fahrer bei unserem letzten Trip nach Queretaro mehrmals nach dem Weg fragen musste. Diesmal war nur das Getriebe, oder besser der 5. Gang kaputt. Nora und Marius haben die sanften Rüttelgeräusche bei 80 km/h als Einschlafhilfe genutzt, Sven und ich haben uns eher Sorgen um unser Leben gemacht. Am Ende sind wir gut und vor allem billig angekommen.
Cuernavaca ist ein kleines Städtchen ca. 2,5 Stunden von Mexico City entfernt. Der „Lonely Planet“ beschreibt es als Stadt mit vielen amerikanischen Touristen und Studenten, die hier auf Sprachschulen ihr Bestes geben. Außerdem soll es ein ausgeprägtes Nachtleben und günstige Hotels geben.
Die zwei letzten Punkte waren letztendlich auch der Grund, warum wir uns für diesen Ort als Nachtlager entschieden haben, denn Taxco hat zwar Silber und Natur, aber abends ist dort tote Hose.
Nachdem wir schnell unser Hotel mit Dusche und immerhin zwei Betten für uns vier gefunden hatten (650$ die Nacht = 8,00 € p.P.), haben wir den Höhlenduft abgeduscht – Nora und ich kalt, bei Sven und Marius war das warme Wasser dann da – und uns direkt in die Nachtwelt gestürzt. Allerdings nicht ohne vorher auch hier noch ein paar Tacos zu nehmen – das Zeugs kann man wirklich den ganzen Tag essen .
Zunächst haben wir die verschiedenen Bars mit Livemusik ausprobiert um kurz darauf (4.00 Uhr) den Abend im letzten Club der Stadt auch aktiv zu starten. Wo die Zeit und das Geld geblieben sind bleibt ein Mysterium, aber ich glaube wir hatten Spaß.
Wir haben übrigens auch noch ein paar Amerikaner und eine Deutsche, die im Ortsansässigen Kinderheim arbeiten, getroffen. Von den Massen war allerdings nichts zu sehen. Auch das Clubfoto oben verspricht Leere. Wir sollten eigentlich nicht mehr reingelassen werden und nur der freundliche „Blick“ der Blondies in ihre Geldbörsen hat uns noch zwei Stunden Party in der menschenleeren Disco verschafft – Es lebe die Bestechung!
Der nächste Tag begann gegen 11.00 Uhr – ca. 4,5 Stunden nach dem Schlafengehen – mit dem Erforschen der Wahlergebnisse in Deutschland in unserem gemütlichen Hotel. Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde am Vorabend, konnten sich aber selbst die drei WHUler noch nicht über das BWLer-freundliche Ergebnis und die zu erwartende Tigerentenkoalition freuen. Die Feierei zu diesem Anlass wurde später am Tag in der Taceria unseres Vertrauens in Tepoztlan nachgeholt.
Tepoztlan ist ca. 1,5 Stunden von Mexico City entfernt und ein gemütliches 100.000 Einwohnerstädtchen im Kolonialstil. Zunächst hieß es natürlich wieder hinkommen, wofür wir einen diesmal wieder sehr guten Reisebus genutzt haben. Nachdem wir mitten an der Autobahn rausgeschmissen wurden, guckten wir zunächst verdutzt, fragten dreimal blöd und haben schließlich doch den „Lonely Planet“ in die Hand genommen:
„Wenn Sie nach Tepoztlan fahren lassen sie sich nicht an der Autobahn rausschmeißen. Die Busfahrer nennen dies zwar die beste Möglichkeit, aber wenn sie noch eine Station weiterfahren sind sie Nahe des Stadtzentrums“.
Gut, das war ja mal wieder High-Performance, aber irgendwie auch lustig. Zumindest scheinen wir mit der Erfahrung ja nicht allein zu sein. Also haben wir einfach unsere Freunde mit den dicken Pumpguns (= Polizisten) gefragt, wo wir denn ein Taxi bekommen. Um unsere Rucksäcke einzuschließen sind wir dann zum Busbahnhof gefahren, von dem wir abends wieder aufbrechen wollten. Leider gab es aber keine „Locker“ (wie heißt das auf Deutsch?! Achja…Schließfächer), dafür aber einen freundlichen Mexi, der meinte es wär gar kein Problem, wenn wir unsere Sachen einfach bei ihm zu Haus hinstellen. Nun gut, wer nicht wagt, der nicht gewinnt und mit Rucksack wollten wir nun wirklich nicht auf die 2 km Klettertour gehen, die uns noch erwarten sollte.
Nach einem Spaziergang über den örtlichen Markt und einer kleinen Stärkung machten wir uns also auf den Weg, den der Reiseführer freundlich mit „unsportliche Reisende sollten den Aufstieg lieber meiden, festes Schuhwerk und eine große Flasche Wasser sind zu empfehlen“ beschreibt.
Unser Ziel war die kleine Azteken Pyramide „Tepozteco“ auf dem ca. 400 m höher gelegenem Berg. Der Weg führte sehr steil durch eine Schlucht über Steine und Geröll, sowie durch kleine Bachläufe: Ein traumhaftes Fleckchen Erde, wären da nicht die ganzen Mexis, die entweder viel zu laut, viel zu dick oder viel zu „stöckelschuhig“ waren.
Doch der Aufstieg, war er auch noch so anstrengend, hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt. Hier eine kleine Stellungnahme auf etwa der Hälfte der Strecke (man beachte, wie ich außer Atem bin …):
Oben angekommen hatte man quasi einen der schönsten Blicke, die ich jemals im Leben hatte. Die Pyramide war eigentlich nur noch nebensächlich, denn im Vergleich zu Teotihuacan, war die wirklich mini. Dafür hatte man einen Blick über das komplette Tal, Sonne und einen Grund einfach mal 2 Stunden nur so dazusitzen und den Moment zu genießen.
Ganz lustig war eigentlich noch, dass wir durch Zufall die zwei Französischen Austauschstudenten von der UP oben getroffen haben. Ist ja nicht so, dass Mexico groß wäre. Sachen gibt’s…
Der Abend endete mit einem Abstieg, der eigentlich noch viel gefährlicher als der Aufstieg war – zumindest konnte man nun sehen, wohin man fallen kann – und einer fröhlichen Überraschung am Busbahnhof: Unsere Sachen waren noch da. Mehr als Dreckwäsche und Handyladegeräte hätte unser mexikanischer Freund allerdings auch nicht gewinnen können .
Alles in allem war dies ein grandioses Abenteuerwochenende mit traumhaften Eindrücken. Die Truppe war klasse – keine Celine, liebe Sarah – und ich freu mich jetzt schon auf die nächste Tour. Am Donnerstag geht’s nach Acapulco!
So wenn du das nun noch liest, bist du entweder meine Mama oder ein wahrer Fan. Auf jeden Fall find ich’s cool, dass es Leute gibt, die bis zum Ende lesen und meine Geschichten verfolgen. Ich wollte eigentlich gar nicht sooo viel schreiben, aber diese Eindrücke in Kurzform zu verarbeiten war einfach nicht möglich…
….aber wo ist das eigentlich dieses „Heim“. Das ist eine berechtigte Frage, denn so richtig entscheiden kann ich mich nicht. Köln, Hamburg, Dargow, Vallendar, Shanghai (?)… ?! Die zweite Frage ist, warum eigentlich Heimweh – nach fast 5 Monaten das erste Mal. Hmmm. Was läuft da schief. Sagen wir es mal so: Mag sein, dass es da eine Korrelation meines Seelenlebens mit meiner 5. „Iberogast-Phase“ gibt…
Ich liege seit zwei Tagen fast durchgängig im Bett. „Scheißeritis“ die 5. So langsam geht mein Vorrat an Magentropfen zu Ende und ich verstehe auch nicht, warum mich immer wieder diese wohl ekelhafteste aller Krankheiten heimsucht – vielen Dank an die „Emerging Countries“ dieser Erde. Diesmal ist es besonders übel und ich weiß nicht mal woran es liegt. In China konnte ich das zumindest immer auf irgendein „Street Food“ zurückführen, hier hab ich keine Ahnung. Egal…ich wollte auch nicht ins Detail gehen, sondern nur kurz die Begründung für meine Heimweh-Gefühle geben.
Doch zurück zur Frage: Was vermiss ich eigentlich?! So ironisch das in meinem derzeitigen Zustand klingen mag: Vor allem das Essen
Ich weiß schon jetzt was ich in Deutschland so alles wegdrücken werde. Dazu gehören Zwiebelmettbrötchen, Currywurst, Hackbraten, Nudelauflauf bei Muttern, Hähnchendinner mit den Freunden in Valler, Grillfleisch, Brötchen, Nutella Croissant und Brezeln, frische Eier, Kekse, SCHOKOLADE, echtes Bier, Spaghetti Miracoli, Lachsbagel, ach und noch viel mehr…
Außerdem vermiss ich meine Freunde und meine Eltern – und hier kommt nun natürlich direkt wieder das Problem: Wo ist „Heim“?!
Vallendar fehlt mir schon, aber Dargow ist schöner. Hm…sagen wirs so: Deutschland wär schon super. Endlich mal wieder normale Leute!
Außerdem hab ich mir Gedanken gemacht, was ich wohl zurück in Deutschland so alles schönes machen werde: Weihnachtsmarkt, Schlittschulaufen, Skifahren, mit Banja im Schnee spazieren gehn, an die Ostsee fahren, Silvester feiern, Weihnachtsgeschenke kaufen. Klingt alles ein bisschen komisch zu dieser Jahreszeit, aber ich komm nu mal im Dezember zurück, sorry!
Ganz nebenbei hab ich übrigens die erste der drei Klausurphasen hinter mich gebracht. Ist ganz „Ok“ gelaufen. Mal sehn wie die Ergebnisse aussehen. Es hat sich auf jeden Fall kontinuierlich von der ersten Klausur bis zur letzten im Schwierigkeitsgrad gesteigert.
Meine nächste Lebensaufgabe besteht nun grad darin zu Überlegen wie meine Zukunft aussieht. Hatten in den letzten Wochen meine To Dos auf der rechten Seite des Bildschirms zum größten Teil den Tag „Uni“, steht dort jetzt immer ganz verheißungsvoll „Zukunft“.
„Zukunft: Master“, „Zukunft: GMAT“, „Zukunft: Teach First“, „Zukunft: Arbeit suchen“, „Zukunft: Gründungsideen“, „Zukunft: Heiratsantrag“ (Scherz …) usw. Daraus lässt sich schon lesen, ich weiß es nicht genau. Weiter studieren? Was gründen? Teach First? Irgendwo arbeiten? Wir werden sehen. Heute hab ich mir die Deadlines geschrieben. Hart! Ist ja nicht mehr sooo lang.
Die To Dos mit dem Tag „Privat“ wie „Privat: Emails beantworten“ (z.B. Karin. Kommt bestimmt noch. Versprochen), „Privat: Mexiko Visum abholen“ (3 Wochen überfällig), „Privat: Felix Geburtstagsgeschenk“ (lass dich überraschen Mr X, es wird groß…) und „Privat: Deo kaufen“ (oooohja…) stehen übrigens mal wieder und wie immer ganz unten an der Liste. Eines Tages mach ich mir über meine Priorisierungsstrategie nochmal Gedanken… Work-Life-Balance und so. Vorher arbeite ich aber die anderen ab .
Ihr merkt schon, viel hab ich heut außer Meckern und Rumheulen nicht viel zu sagen. Und da das ja kein Zustand ist, geh ich jetzt schlafen – vorher nochmal schön Iberogast nehmen. Schmeckt ja soooooo lecker…